BRACHA FISCHEL

Mundmalerin
Jahrgang 1959


1959 erblickte Bracha Fischel in Zürich das Licht der Welt. Nach der Schule wurde sie Krankenschwester. Mit 32 Jahren wanderte sie nach Israel aus und lernte in Tirat Zwi ihren späteren Ehemann kennen. Gemeinsam zogen sie nach Tiberia am See Genezareth, wo Bracha Fischel die drei gemeinsamen Töchter aufzog und parallel im sozialen Bereich tätig war. Im Jahre 2006 erkrankte sie an Rheumatischer Arthritis mit Wirbelsäulenbeteiligung. Die Folge der Erkrankung war eine Tetraplegie mit Myelopathie. Während die Malerei früher nur ein Hobby für Fischel war, entdeckt sie während des Aufenthalts in einer Rehaklinik ihr Talent und die Kunst als echte Passion. Sie erlernte die Grundarten der Malerei, festigte die Muskulatur, um Pinsel und Stift sicher zwischen den Zähnen zu führen und übte auch zu Hause im Selbststudium weiter. Im Oktober 2007 begann sie einen Fernkurs an der Hamburger Akademie, der im Oktober 2016 endet. So entwickelte sie sich zu einer erfolgreichen Mundmalerin – sowohl im Zeichnen mit dem Stift als auch im Malen mit dem Pinsel.

„Das Malen hat mir geholfen, mit meiner neuen Lebenssituation zurecht zu kommen. Ich kann zwar viele Dinge nicht mehr machen, aber ich habe die Kraft gefunden mich weiterzuentwickeln“, so Fischel.

Ihre Werke stellt sie regelmässig in der Schweiz und Israel aus. Am liebsten malt sie Szenen aus ihrer Schweizer Heimat. In ihrem unverkennbaren Stil erschafft sie Landschaften, Blumen und Bäume in Acryl, Aquarell- und Ölfarben. Neben dem Malen hält sie als Rednerin Vorträge in Schulen, Altersheimen und Kindergärten oder vor verwundeten Soldaten. Seit 2014 ist sie Stipendiatin bei der VDMFK.

Mehr über Bracha Fischel: www.fischel.me